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Geschrieben von Heiko Konradt
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Mittwoch, 6. Januar 2010 |
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In wie fern unterscheidet sich die Herstellung von Rotwein zu Weißwein? Die Herstellung von Rotwein unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von der Herstellung von Weisswein. Zum einen werden wie auch bei einem Weißwein werden bei einem Rotwein die Trauben von den Stielen und Blättern befreit. Die Rotwein-Trauben sind dann bereit zum Mahlen. In der Wein-Szene nennt man das Mahlen der Trauben „Maischen“. Durch das Maischen der Trauben entsteht ein schmutzig rosa-grauer Brei, der nach einiger Zeit zu gären beginnt. Da Traubensaft farblos ist, würde eine einfache Pressung beim Rotwein nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Wenn man Rotwein-Trauben ohne weiteres einfach pressen würde, bekommt man einen leicht rosafarbenden Most heraus, aus dem man dann später Roséwein gewinnen könnte. Roséwein ist auch ein Wein aus roten Trauben, der so aber nach der Weißwein-Methode hergestellt wird. Wie bekommt der Rotwein seine rote Farbe? Wenn der Brei anfängt zu gären, dann entsteht Alkohol. Der entstandene Alkohol löst den roten Farbstoff aus den Beerenschalen und laugt auch etwas Gerbstoff aus, was bei Rotwein durchaus gewollt ist. Bei der Gärung verwandelt die Hefe den Zucker in Alkohol und Kohlensäure. Wenn die Beeren allerdings nicht süß genug waren, dann wird dem Most noch zusätzlich Zucker zugesetzt. In Fachkreisen spricht man da vom „Anreichern“ oder „Verbessern“. Diese Methode ist erlaubt, selbst die großen Weine aus dem Bordeaux werden regelmäßig verbessert. Nach der Gärung wird der Rotwein durch feine Siebe gepresst. Der entstandene Most löst sich jetzt von den festen Bestandteilen, es entsteht der sogenannte „Presswein“. Der Vorgang der Milchsäuregärung wird eingeleitet. Sie dient dazu, die Säure im Wein abzubauen. Wenn dieser Prozess erledigt ist, wir der Rotwein in Fässer abgefüllt, diese sind meistens aus Eichenholz oder Edelstahl. Ab da an fängt der Wein an zu ruhen und lagert über mehrere Jahre oder gar Jahre bis zu seiner vollständigen Reife. Zum Schluss der Rotwein-Herstellung wird der Wein noch geschönt und geklärt, in dem man Schlieren und Trübungen entfernt. Schließlich wird der Rotwein in Flaschen abgefüllt, verkorkt, etikettiert und versandfertig gemacht. |