Altersvorsorge mit der Riester-Rente
|
|
Geschrieben von Daniel Franke
|
|
Montag, 6. November 2006 |
Da die staatlich garantierten Rentenzahlungen immer niedriger ausfallen und auch überhaupt nicht abzusehen ist, inwiefern das bisherige Rentensystem in 20 oder 30 Jahren überhaupt noch bestehen kann, hat sich der Staat Gedanken darüber gemacht, wie er die Arbeitnehmer stärker in die private Altersvorsorge einbindet. Die Riester Rente ist das Ergebnis dieser Überlegungen und verdankt ihren Namen unserem ehemaligen Bundesminister für Arbeit und Soziales. Die Riester Rente soll die Lücke schließen, die sich aufgrund der immer weiter auseinander gehenden Zahl von Beitragszahlern und Rentnern in der Bevölkerung ergibt. Dabei unterstützt der Staat den Sparer auf zwei verschiedene Arten: entweder durch eine Zulage oder die Nutzung eines Sonderabgabenabzugs. Bei ersterer wird die Höhe der Zulage an der Höhe der gezahlten Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gemessen und ein Betrag von derzeit drei Prozent des Bruttoeinkommens des Vorjahres als Obergrenze zur Förderung angesehen. Wer also drei Prozent seines Bruttoeinkommens in einen Riester-Vertrag einzahlt, bekommt die maximal mögliche staatliche Förderung. Wer weniger einzahlt, verschenkt einen Teil seiner Förderung. Gefördert werden bei der Riester Rente alle Versicherungsnehmer der gesetzlichen Rentenversicherung. Selbständigen bleibt diese Form der Altersvorsorge damit verwehrt, sie müssen auf die Rürup Rente ausweichen, welche die einzige Form der Altersvorsorge darstellt, bei der auch Selbständige und Unternehmer staatliche Förderung in Form von Steuervergünstigungen erhalten. Trotz der einheitlichen Förderung durch den Staat gibt es bei der Riester-Rente gewaltige Unterschiede in der Qualität der angebotenen Verträge. Ein kostenloser Riester Rente Vergleich im Internet oder bei einem freien Makler sollte daher auf jeden Fall gemacht werden, bevor man sich für einen der erhältlichen Verträge entscheidet. Natürlich sollte der Abschluss eines solchen Vertrages nur einen Baustein der privaten Altersvorsorge darstellen. Eine private Rentenversicherung oder andere Formen der Altersvorsorge, die einen langfristigen und sicheren Vermögensaufbau garantieren, sollten auch berücksichtigt werden. |