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Geschlossene Fonds

Geschrieben von Daniel Franke   
Freitag, 18. Mai 2007
Auch wenn sie von vielen als Produkte des grauen Kapitalmarktes abgestempelt werden, haben sie doch ihre Vorzüge auch für normale Privatanleger. Die Rede ist von geschlossenen Fonds. Diese Investmentform gibt es bereits seit Jahrzehnten und von den allseits bekannten Publikumsfonds unterscheidet sie sich gleich in mehrfacher Hinsicht. So haben geschlossene Fonds – wie es der Name schon verrät – einen geschlossenen Kreis von Anteilseignern. Während der so genannten Zeichnungsphase kann jeder Anleger Anteile an einem solchen Fonds zeichnen. Sind alle Anteile verkauft, wird der Fonds geschlossen. Die Anteile sind dann auch nicht börsentäglich handelbar, sondern werden in der Regel bis zum Ende der Laufzeit gehalten. Das hat schon den Grund, dass in geschlossene Fonds investierte Gelder eben angelegt werden und somit während der Laufzeit nicht zur Auszahlung von Anteilsverkäufen zur Verfügung stehen. Der unbedarfte Anleger wird sich jetzt fragen, was denn ein solch langfristiges Investment, welches meist auch noch eine Mindestanlagesumme von mehreren tausend Euro mit sich bringt, für Vorteile haben soll. Ganz einfach: zum einen erschließt man sich damit Investmentklassen, die dem Anleger sonst verwehrt bleiben und zum anderen kann man seine Kapitalanlage durch die Beifügung geschlossener Fonds gegen Kursrisiken aus Investments an den Aktienmärkten dieser Welt absichern. Zu den Anlageklassen, in die man fast nur über geschlossene Fonds investieren kann, gehören zum Beispiel Schiffe. Schiffsbeteiligungen erfreuen sich seit Jahren hoher Beliebtheit bei den Anlegern. Dazu tragen nicht nur das Wachstum des Seehandels, sondern auch die attraktiven und steuerlich begünstigten Gewinne bei, die ein solches Investment in eine Schiffsbeteiligung abwerfen kann. Auch in Wind- oder Solarenergie lässt sich über geschlossene Fonds ganz gezielt investieren. Der Bereich der so genannten Umweltfonds ist dabei ebenfalls bei den Anlegern sehr beliebt. Im Grunde genommen beteiligt man sich ja so mit relativ niedrigen Summen am Betrieb ganzer Windparks, Solaranlagen oder Biomassekraftwerke und tut damit nicht nur etwas für den Wertzuwachs seiner Geldanlage, sondern auch für die Umwelt. Sie sehen also, geschlossene Fonds – egal ob Umweltfonds oder Schiffsbeteiligungen – stellen interessante Möglichkeiten dar, sein Geld anzulegen, sollten aber immer nur als Beimischung zu bereits gut strukturierten Portfolios bzw. Depots eingesetzt werden. Dort aber können Sie Renditechancen mit der Absicherung gegen Kursschwankungen verbinden.
 
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