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Yogalehrer

Geschrieben von Lars Rimböck   
Montag, 1. Dezember 2008

Yoga für körperliche und geistige Entspannung.

Im klassischen Yoga gibt es  bis zu 8,4 Millionen Körperhaltungen (Asanas) schreiben die alten Quellen Texte.
Bei der Ausführung der verschiedenen Yoga Asanas (Körper Übungen) werden alle Muskeln und Bänder des Körpers gedehnt und gestreckt und auf diese Weise wirkungsvoll entspannt. Entscheidend sind Leichtigkeit und Sanftheit, nicht körperliche Überanstrengung und Leistungsstreben.
Bewußte Entspannung bedeutet, die Wirkung im Körper zu spüren, daß heißt die Wärme, die Lockerung der Muskeln und Gelenke, und die Ruhe, welche sich ausbreitet bewußt wahrzunehmen.
Die Yoga Stellungen enthalten verschiedene Elemente. Dies sind Dehnung, Streckung, Beugung, Drehung, Umkehrung und Gleichgewichtshaltungen.
Eine Übungsreihe sollte sinnvollerweise so gestaltet werden, daß alle oben genannten Elemente enthalten sind. Ebenfalls ist es wichtig, daß jeder Übung immer eine entsprechende Gegenübung folgt, damit der Körper nicht einseitig belastet wird.
Als Ausnahme gelten einseitige berufliche Belastungen, wie zum Beispiel Schreibtisch- oder Bildschirmarbeit, die häufig zu einem Rundrücken führen und durch eine größere Zahl von Rückbeugen ausgeglichen werden können.
Eine Körperstellung oder Asana besteht in der Regel aus drei etwa zeitlich gleich langen Phasen.
In der ersten Phase wird, während der Ein- oder Ausatmung, die Stellung Schritt für Schritt eingenommen. Hierbei werden bestimmte Muskeln oder Muskelgruppen gedehntund andere ziehen sich zusammen.
Die zweite Phase beinhaltet das verweilen in der Haltung, während dabei tief und gleichmäßig geatmet wird.
Die dritte Phase dient der langsamen Auflösung der Haltung, die wiederum mit langsamem Ein- oder Ausatmen verbunden wird.
In allen drei Phasen der Übung dient das bewußte Wahrnehmen der Bewegung, der Stille und des Atems dazu den Geist gesammelt und konzentriert zu erhalten, um das Abschweifen der Gedanken zu vermeiden und auch die geistige Beruhigung möglich zu machen.
Dies macht den Unterschied der Yoga Übungen zur klassischen westlichen Gymnastik sehr deutlich, denn dieser konzentrative Aspekt der Yoga Übungen fehlt dort.
Yoga bewirkt somit nicht nur körperliche Entspannung sondern es bringt auch wirkungsvoll den unruhigen Geist des Menschen zur Ruhe.

Der Autor des Artikels lehrt seit 1986 Yoga in Münster und leitet seit 1991 die Patanjali Yogaschule Münster. Wenn sie mögen können sie diesen Artikel gern im Yoga Forum mit dem Verfasser diskutieren.