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UMTS Internet: mobile Alternative zu DSL & SMS

Geschrieben von Petr Nemec   
Montag, 22. Oktober 2007

Schon seit Jahren ist es in Deutschland möglich, sich ortsunabhängig via Mobilfunk online zu gehen und mobiles Internet zur Informationsbeschaffung, für E-Mail-Übertragungen sowie eine Reihe weiterer Datendienste zu nutzen.

Es gab beim mobilen Internet der ersten Generation allerdings einige Probleme und Fallstricke, die einen Einsatz als Massenprodukt – so wie das z.B. beim Festnetzbreitband-Internet der Gattung DSL ist – verhindert haben. Zum einen war das mobile Internet der ersten Stunde einfach teuer, so dass sich eine Nutzung nur Geschäftsleute und wohlhabende  Technik-Freaks leisten konnten. Zum anderen ließ sowohl die Netzqualität als auch die Netzabdeckung der Mobilfunknetze bis in die ersten Jahre des dritten Jahrtausends deutlich zu wünschen übrig, insbesondere wenn man Datenübertragungen als Maßstab zu Grunde legte.

 

Mit der Versteigerung der UMTS Lizenzen im Jahr 2000 kam es allerdings zu einer grundsätzlichen Trendwende, da sich die ersteigernden Netzbetreiber ab diesem Zeitpunkt detaillierte Pläne zurecht legen mussten, wie sie die investierten Milliarden wieder hereinholen wollten. Dabei spielte der Ausbau der Netze für mobile Datenübertragungen in Breitbandgeschwindigkeit eine große Rolle.

Nach nunmehr sieben Jahren, in denen die mobile Übertragungstechnologie UMTS oft belächelt und schon auch einmal totgesagt wurde zeigen sich die Früchte der hohen Investitionen in Netzausbau und –abdeckung: deutlich mehr als 50 Prozent aller Deutschen leben in Gebieten mit UMTS Abdeckung und dank des UMTS Turbos HSDPA sind inzwischen in vielen Gebieten Übertragungsgeschwindigkeiten möglich geworden, wie man sie bisher nur aus dem DSL Festnetz kennt.

Das entscheidende ist aber der Preis, den z.B. ein privater Kunde für die Nutzung des mobilen Internets bezahlen muss: inzwischen gibt es transparente Pauschaltarife, die eine Flatrate-Nutzung des mobilen Internets für unter 40 Euro pro Monat (MoobiCent) ermöglichen – somit können es sich viele Menschen leisten, deutschlandweit in mit DSL vergleichbarer Geschwindigkeit mit ihrem Notebook oder auch Smartphone mobil zu surfen.

Der einzige Wermutstropfen bleibt die nicht mehr zeitgemäß erscheinende Vertragsbindung von 24 Monaten. Heutige Mobilfunknutzer wollen nicht nur günstig und mit High-Speed surfen, sondern auch flexibel bei der Wahl ihres Datentarifs bleiben.