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Geschrieben von Hans Wermut
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Donnerstag, 13. August 2009 |
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In der Moderne, in welcher durch den Zivilisationsprozess einerseits eine immer stärkere Bewegungsarmut, andererseits ein Streben nach Unterhaltung, stattfand, wurden zahlreiche Geräte erfunden, um diesen Faktoren entgegenzuwirken bzw. diese zu befriedigen. Ein Sportgerät, welches dem Sportler selbst eine alternative und abwechslungsreiche Bewegung ermöglicht, dem Zuschauenden aber gleichzeitig unterhält, ist das Trampolin. Geschichtlich betrachtet haben Trampoline ihren Ursprung in der Welt des Zirkus. Hochseilartisten und ähnliche Künstler, welche ihre Vorführung weit über dem Boden ausführten, benötigten wie heute Fangnetze zu ihrer Sicherheit. Dabei stellten sie fest, dass bei einem Hereinfallen lassen in diese Fangnetze elegante Kunststücke, beispielsweise in Form von Salti, möglich waren. Der Artist Georg Nissen griff diese Erkenntnis auf und baute das erste, eigens zu diesem Zweck, erschaffene Sportgerät: das Trampolin. Es gab auch bereits zuvor erste Versuche, beispielsweise für Turmspringer, Geräte zu erschaffen, welche dem Sportler eine weitaus größere Absprungkraft ermöglichen. Sie scheiterten jedoch an der Verwendung unzureichender Materialien oder einem schlecht durchdachten Aufbau. Ein Beispiel hierfür wäre das Holzmodell von Alfred Gockel aus dem Jahre 1955. Die Version von Georg Nissen vermochte dagegen zu überzeugen, weshalb es 1961 in London die ersten internationalen Meisterschaften im Trampolinspringen gab. Der volle Durchbruch dieser Sportart erfolgte allerdings erst bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, wo sie erstmals im Wettkampfprogramm aufgenommen wurde. Trotz der zahlreichen Trampolintypen ist immer ein gleicher Grundaufbau festzustellen. So bildet die eigentliche Sprungfläche ein elastisches Tuch, heute meist aus Kunstfasern, welches von einem stabilen Rahmen gehalten wird. Den Übergang, also die Halterungen selbst, stellen Federn da, welche neben der Elastizität des Tuches selbst erst Hohe Sprünge ermöglichen. Aufgrund des Nachgebens des Tuches bei der Landung, muss sich unter diesem ein Hohlraum befinden, was entweder durch eine Grube oder eine Erhöhung des Trampolins selbst erreicht wird. Die wohl klassische Variante des Trampolin, welches wohl auch die erste Assoziation eines Laien ist, stellt das Gartentrampolin da. Es zeichnet sich aus durch seine relativ geringe Größe, seiner kleinen maximal möglichen Absprungkraft und seinen geringen Preis. Dieses stellt ein Sportgerät dar, mit welchem Ziele, wie die Leistungssteigerung der Muskulatur der unteren Extremitäten oder des kardiopulmonalen Systems, erreicht werden können. Zum Vollführen oder Erlernen komplexer Bewegungsabläufe, wie z.B. Salti, eignet es sich kaum. Darüber hinaus existieren noch sogenannte Minitramps als auch Wettkampftrampoline. Beide sind nicht für den Breitensport gedacht, sondern erfüllen ihre sportartspezifischen Aufgaben. Das Trampolin ist insgesamt ein Sportgerät, welches eine ungewöhnliche Bewegungsform mit Akrobatik und sportlichem Training verbindet. |