Englische Lebensversicherung: Rendite gut - alles gut?
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Geschrieben von Tina Gase
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Montag, 28. Juli 2008 |
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Seit einigen Jahren werden englische Lebensversicherungen in Deutschland angeboten. Die Anbieter locken mit einer guten Rendite. Die Deutschen zögern trotzdem bei diesen Produkten. Garantiert ist diese Rendite nämlich nicht. Zweifellos lässt sich durch eine englische Lebensversicherung unter Umständen eine höhere Rendite erwirtschaften als mit einem traditionellen deutschen Produkt. Die Betonung liegt allerdings auf "unter Umständen". Denn was kommen kann, das muss noch lange nicht eintreten. Letztlich können am Ende auch höhere Verluste unter dem Strich stehen. Englische Lebensversicherungen sind damit schlicht und einfach etwas risikoreicher als ihre deutschen Schwestern: Mehr Gewinn ist drin, aber auch mehr Verlust. Englische Lebensversicherung folgt eher den Aktienmärkten Aber wie kommt das zustande? Es ist schlicht und einfach das britische Recht, das dies möglich macht: Für eine englische Lebensversicherung besteht nämlich die Möglichkeit, das Geld theoretisch zu 100 Prozent in Aktien anzulegen. Bei den Versicherungen in Deutschland sind dies maximal 35 Prozent. Das macht die Geldanlage hierzulande sicherer, aber auch weniger gewinnträchtig. Eine englische Lebensversicherung entwickelt sich dagegen ähnlich wie die Aktienmärkte. Englische Lebensversicherung für risikofreudige Anleger Allerdings wird diese Besonderheit in Großbritannien auch wieder ein wenig geglättet. Bei einer englischen Lebensversicherung ist nämlich so genanntes Smoothing möglich. Dabei wird ein Teil der Rendite immer dann einbehalten, wenn es gut läuft. Fallen die Papiere, auf der die jeweilige englische Lebensversicherung beruht, dann wird dieser Teil zur Korrektur verwendet. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass britische Lebensversicherungen risikoreiche Produkte sind. Dennoch dürfte diese Geldanlage mit Sicherheit bei manch einem risikofreudigen Anleger auf Interesse stoßen. |